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Fabergé – Ei

Fabergé – Ei

Ja, liebe Leute, ich gebe zu, dass ich hier eher über nicht so bekannte Themen schreiben will, jedoch die Ostereier aus der Werkstatt von Carl Fabergé sind so selten und wertvoll und auch noch von so hoher künstlerischer Qualität, dass man an ihnen nicht vorbeikommt. Und dann sind sie noch lauter Unikate!

In Russland ist es seit Jahrhunderten Brauch zu Ostern geschmückte Eier zu verschenken. Im Jahr 1885 gab Zar Alexander III. der Fabergé-Werkstatt den Auftrag ein Osterei als Geschenk für seine Gattin Maria Fjodorowna anzufertigen, und bekam das Hennen – Ei. Es war weiß emailliert, sah einer Eierschale sehr ähnlich, und ließ  sich öffnen. Im Inneren befand sich ein Dotter aus Gold, welcher wieder zu öffnen war und eine kleine goldene Henne mit Rubinaugen beherbergte. Um es persönlicher zu gestalten, war auch noch eine kleine Zarenkrone mit 2 Rubineiern enthalten, die aber später verloren ging.

Auf Grund ihrer Begeisterung, erhielt die Zarengattin, von jetzt an, jedes Jahr ein solches Ei. Der Sohn von Alexander III., Zar Nikolaus II., machte aus dieser Gewohnheit eine Tradition und gab jedes Jahr je ein Ei, für seine Mutter und seine Gattin, in Auftrag.

Der Aufwand, die Materialien und Inhalte wurde immer exklusiver, und natürlich die Preise immer höher. Ein gutes Beispiel ist das „Ei mit der Transsibirischen Eisenbahn“:

Foto: Kunsthistorisches Museum Wien Ei mit der Transsibirischen Eisenbahn (1900), Höhe 26cm, Zug Länge 39,8 cm

Die Lokomotive wurde aus Platin gefertigt mit Rubin-Scheinwerfern und Rücklichtern aus Diamanten, die fünf Waggons aus Gold mit Bergkristallfenstern. Mit dem Schlüssel ließ sich der Zug aufziehen und konnte rollen. Für das Ei selbst wurden natürlich auch nur die edelsten Materialien verwendet.

Insgesamt wurden für die Zarenfamilie 50 Eier hergestellt, aber mit der Oktoberrevolution 1917 war Schluss mit solchem Luxus. Lenin verkaufte die noch vorhandenen Kleinode an westliche Kunsthändler.

Also, liebe Leute, Augen auf, denn einige wenige davon sind bis heute verschollen. Damit kann man sich noch immer zu Ostern beliebt machen, denn so ein Ei bringt, in Auktionen, um die 10 Millionen Dollar!

Viel Erfolg bei der verfrühten oder verspäteten Ostereiersuche wünscht Euch, Kultur Jack!

Foto: Kreml Rüstkammer, Moskau Ei mit Reiterstaue Alexander III. Höhe 15,5 cm ( Gold, Platin, Diamanten, Lapislazuli, Bergkristall).

 

 

 

Über den Autor

Kultur Jack

Vor längerer Zeit in Wien geboren, und bis heute mit der Ortswahl glücklich! Da man von kultureller Leidenschaft allein schwer leben kann, bin ich, im kaufmännischen Bereich, selbständig tätig. Meiner Meinung nach, sollte man geistige Genüsse, nach deren Entdeckung, teilen und weitergeben, damit so viele Menschen wie möglich davon berührt werden. Es liegt ja auch im Sinne des Künstlers, sonst würde er ja kein Buch drucken lassen, oder Bilder zur Schau stellen. Mehr über mich !

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