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Der Liederfürst Franz Schubert

Der Liederfürst Franz Schubert

Liebe Kultur-Checker,

denjenigen, die aus Wien kommen, oder längere Zeit in der österreichischen Hauptstadt waren, ist bestimmt oft der Name von dem großen Komponisten Franz Schubert aufgefallen. Auf diesen Namen trifft man nicht nur, wenn man in der Schubertgasse, Schubertstraße oder Schubertallee spazieren geht. Man kann sich auch am Schubertplatz auf einer Bank ausruhen, oder vielleicht mit dem Auto oder Bus über den Schubertring fahren. Außerdem sind auch Hotels oder kleine Gasthäuser nach ihm benannt. Aber das Wichtigste: immer wieder findet man seinen Namen auf Plakaten, die auf einen schönen Musikabend hinweisen.

Sicher kennt jeder den großen österreichischen Komponisten und trotzdem entschied ich mich über ihn zu schreiben. Wahrscheinlich wissen die von euch, die sich mit Musik intensiv beschäftigen, mehr Fakten und Zahlen, als ich hier erwähnen werde. ABER dieser Beitrag ist auch für diejenigen Leute, die sich für klassische Musik interessieren, immer wieder gerne darüber hören und mehr dazu erfahren möchten. Das ist auch ein Ziel dieses Blogs.

Dieses Jahr feiert Franz Schubert am 31.Januar seinen 223.Geburtstag. Ihr wisst bestimmt, dass er in Wien geboren wurde, aber wusstet ihr, dass er eines von 14 Kindern war und leider nur fünf davon überlebten? Mit 15 verblieb er ohne Mutter, da sie verstarb.

Die Schulausbildung

Sein Vater, Franz Theodor Florian Schubert – er war Volksschullehrer- erkannte schon früh das Talent seines Sohnes und brachte ihm, bereits mit fünf Jahren, bei, die Geige zu spielen. Vom Bruder Ignaz bekam er Klavierunterricht, aber was Schubert noch gut konnte, war Singen. Er hatte eine wunderschöne Stimme und erhielt Gesangsunterricht. Dieser führte ihn zu den Sängerknaben in der Kaiserlichen Hofkappelle, wo er von Salieri – ein großer Name als Lehrer – unterrichtet wurde. Franz Schubert verbrachte dort leider nur kurze Zeit, da seine Stimme zu tief war. Deswegen musste er die Sängerknaben wieder verlassen. Er war ein begabter Musiker, aber als Schüler war er nicht so gut; er komponierte lieber, anstatt sich auf Schulbücher zu konzentrieren. Franz beendete die Schule nicht, sondern erlernte weiter das Komponieren bei seinem Lehrer Salieri.

Schubertiaden

Der Begriff ist bestimmt vielen von euch bekannt und ihr wurdet mit ihm schon konfrontiert. Der Name, an sich, sagt schon, dass es um die Musik von Schubert geht. Es kam dazu im Zeitraum von 1815 bis 1824 als Franz den österreichischen Juristen und Autor Ignaz Sonnenlether kennenlernte. Er gab ihm die Möglichkeit, vor seinen Freunden und Bekannten, die eigenen Werke in seinem Haus zu spielen; alles wichtige Personen zu dieser Zeit. Das war für den Musiker eine gute Möglichkeit seine Kompositionen bekannt zu machen. Die erste, sogenannte „Schubertiade“, fand am 26.Januar 1821 statt, jedoch diesmal in der Wohnung eines österreichischen Dichters, Librettisten, sowie Schauspieler – Franz Schober. Ab 1822 verwendete Schubert selbst diesen Begriff und sie sind so, bis heute, noch zu sehen und hören. Also liebe Kultur-Checker, wenn ihr zu einer Schubertiade eingeladen seid oder euch einfach für die Werke von Franz Schubert interessiert, besucht diese und genießt die wunderschöne Musik.

Der Liederfürst und seine Werke

Schubert gilt neben Ludwig van Beethoven (Beitrag markieren) als der Begründer der romantischen Musik. Sein Oeuvre beläuft sich auf über 1000 Werke. Darunter sind sehr vielfältige Kompositionen: Bühnenwerke, Geistliche Musik, ca. 600 Lieder, Orchesterwerke (12 Sinfonien – davon nur fünf unvollendet; Ouvertüren), Kammermusik und Klaviermusik. Darunter überzeugen die bekanntesten, wie die „Unvollendete Sinfonie“ in h-moll oder die Ballettmusik aus „Rosamunde“, mit Ausdruckskraft und Emotionalität. Er wird auch als Liederfürst bezeichnet, da seine Lieder wunderschön, und im Repertoire jeder Sängerin oder jedes Sängers zu finden sind:

Quelle: © Massimo Montanari

Ehrengrab am Zentralfriedhof

Man kann sagen, dass er erst später, nach seinem Tod, richtig berühmt geworden ist. Franz Schubert lebte nicht lange, er starb mit 31 Jahren, am 19.November 1828. Die Ursache ist unklar, was wir wissen ist, dass er in hohem Fieber lag und in der Wohnung seines Bruders Ferdinand Schubert, der ebenfalls Komponist war, verstarb. Begraben wurde er auf dem Währinger Friedhof in der Nähe von Ludwig van Beethovens Grab. Im Jahr 1888 wurden seine Gebeine in ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof überstellt.

Eure Kultur Jacky

Beitragsbild: Schubertiade, Ein Schubertabend bei Josef Ritter von Spaun.
Zeichner: Moritz von Schwind (1868), Copyright: LeastCommonAncestor

Über den Autor

Kultur Jacky

Kunst und Kultur sind nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch mein Beruf. Ich bin sehr interessiert an allem was Menschen bewegt: An der Musik die uns berührt, an schönen Bildern und Büchern, die mich zum Nachdenken bringen.Ich tauche in die Welt der schönen Momente ein und genieße sie jeden Tag. Mehr über mich

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