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Ein Amphitheater, Weine und Rosenöl

Ein Amphitheater, Weine und Rosenöl

Liebe Kulturchecker,
heute packen wir unsere Koffer und checken für die heutige Reise nach Bulgarien am Flughafen ein. Genauer gesagt, fliegen wir in die Kulturhauptstadt 2019, Plovdiv!
Dort spazieren wir zu unserer „Zugabe“ des Monats, dem Theater von Philippopolis. Aber bevor wir dorthin kommen, erzähle ich euch ein wenig über diese Stadt, denn sie hat viel zu bieten: Musik, Kunst, Kultur und Geschichte. Dieser Beitrag auf unserem Kulturblog ist für Liebhaber des Bunten, des Einzigartigen, des Besonderen.

Plovdiv ist unbestritten eine kulturelle Stadt. Sie ist keine typisch bulgarische Stadt. Es hat sich dort nämlich eine große Kulturszene entwickelt. Wenn man durch die kleinen Gassen der Altstadt spaziert, braucht man nicht nur bequeme Schuhe, sondern auch genügend Zeit. Fast alle Häuser der Altstadt sind als Museen tätig und bieten zahlreiche kulturelle Möglichkeiten. Manche sind in Galerien verwandelt, andere als Musikbühnen. Aber das Wichtigste ist, dass für jeden etwas dabei ist! Bekannt durch seine Weine und Rosenöle, ist Plovdiv mehr als 8.000 Jahre alt! Die zweitgrößte Stadt Bulgariens ist seit 2004 UNESCO Welterbe.

Errichtet auf sieben Hügeln, ist sie älter als Rom und bietet an jeder Ecke ein Stück Geschichte und war auch durch alle Jahre ein attraktives Ziel für Handel mit anderen Ländern. Im Laufe der Geschichte entwickelte sich Plovdiv zu einem Wirtschaftszentrum. Sogar die Thraker, Griechen oder die Türken – alle haben sie die Schönheit Plovdivs zu schätzen gelernt.

Bühne frei!

Aber kommen wir zu unserem Schatz der Woche-dem Theater von Philippopolis. Es befindet sich zwischen den zwei Hügeln „Dzhambaz“ und „Taksim tepe“. Der Ausblick auf die Stadt vom Theater ist einzigartig. Entdeckt wurde es im Zeitraum von 1968-1979, bei archäologischen Arbeiten. Erbaut wurde es in der Zeit von Kaiser Trajan (116-117 n.Chr) und es ist eines der am besten erhaltenen antiken Theater weltweit. Es wird auch Marmor-Theater genannt, da der Zuschauerbereich (genannt Theatron) 28 Sitzreihen aus diesem Material hat.

Nach einem Brand oder Erdbeben am Ende des 4. Jahrhunderts, wurde der Großteil des Theaters zerstört und von den Marmorsitzen sind 20 erhalten geblieben. Das Theater ist im Halbkreis konstruiert und hat einen Durchmesser von 82 Metern. Das Bühnengebäude, auch als „Skene“ genannt, ist drei Stockwerken hoch. Ähnlich wie bei den anderen römischen Theatern wurde auch an Sitzplätze für den Kaiser gedacht, genauso wie für Ehrengäste und hohe Beamte. Damit ihr euch besser die Dimensionen vorstellen könnt, erwähne ich nur, dass das Theater für 7.000 Zuschauer erbaut wurde.

Heute, während den Sommermonaten finden regelmäßig Theater- und Musikaufführungen statt. Das Ambiente und der Charme der Stadt in Kombination mit dem Philippopolis Theater ergeben eine einzigartige Atmosphäre und es ist für jeden empfehlenswert.

Bis zum nächsten Mal,
eure Kultur Jacky

Über den Autor

Kultur Jacky

Kunst und Kultur sind nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch mein Beruf. Ich bin sehr interessiert an allem was Menschen bewegt: An der Musik die uns berührt, an schönen Bildern und Büchern, die mich zum Nachdenken bringen.Ich tauche in die Welt der schönen Momente ein und genieße sie jeden Tag. Mehr über mich

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