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Gustave Caillebotte

Gustave Caillebotte

Manchmal können große Ausstellungen sehr inspirierend sein! Diesmal ist das Claude Monet gelungen, dessen Bilder, momentan, in der Albertina in Wien gezeigt werden.
Nein, nein, ich schreibe hier nicht über Ihn, das wäre, weil diesen Magier des Lichts jeder kennt, nicht spannend genug. Hier geht es heute um einen Mitstreiter des Impressionismus, der vielleicht nicht jedem geläufig ist: Gustave Caillebotte (1848-1894).

Foto: ©Self-photographed, Letartean

Dieser Mann war Maler, Mäzen, Kunstsammler und Bootsbauer. Er kam aus wohlhabendem Haus, wahrscheinlich der einzige Impressionist der so eine Herkunft vorweisen konnte; seine Familie machte ihr Vermögen mit Textilien, die sie ans Militär lieferte.
Er begann mit 12 Jahren zu zeichnen, nahm später Unterricht bei Leon Bonnat, schloss aber auch ein Jurastudium ab. Anfangs malte er eher traditionell, aber durch den Einfluss seiner Mitstreiter später deutlich impressionistischer. Zwar  erreichte seine malerische Entwicklung nicht die Beschaffenheit von Monets Bildern, wo sich alles in Licht und Farbe fast auflöst, und erst kurz vor der Abstraktion stoppt, jedoch Caillebottes Werk ist von anderer, greifbarerer Schönheit durchdrungen. Monet hatte außerdem für seine künstlerische Entwicklung 40 Jahre länger Zeit.
Aber Caillebotte verstand schon sein Handwerk sehr gut, man sehe sich nur die Behandlung des Lichts im Eingangsbild der Parkettschleifer an, oder der geniale Tiefenzug durch die Brückenkonstruktion in diesem Gemälde.

Foto: © ordrupgaard.dk

Als sein Vater starb, übernahm er 25-jährig die Firma, und konnte es sich somit leisten zeitgenössische Kunst zu sammeln. Für seine Freunde, Monet, Renoir und Degas, ein Glücksfall, denn ihr neuer Malstil war anfangs keineswegs erfolgreich und wurde verspottet. Caillebotte hat auch die erste Ausstellung der Impressionisten mitfinanziert.
Interessant ist auch noch, dass er begeisterter Segler war, und diese Leidenschaft ihn so weit trieb, dass er Bootsbauer wurde und 21 Yachten entwarf und baute.

Als er 45-jährig an einem Schlaganfall starb, war er als Maler anerkannt, aber seine Bilder sind heute zum großen Teil in Privatbesitz und zeigen meistens Pariser Szenen.

Foto: © Artbook – Kirk Varnedoe: Gustave Caillebotte

Das Oeuvre seines Schaffens beläuft sich auf ca. 500 Bilder.
60 Bilder seiner zeitgenössischen Sammlung vermachte er dem Staat, welcher, nach längerem Zögern, 2/3 davon herablassend akzeptierte, und sie bilden heute einen Grundstock des Musée d´Orsay. Der Rest der Bilder ging ins Ausland, wo sie heute zu den Highlights der Museen zählen. Wie, zum Beispiel, hier im „Art Institute of Chicago“.

Foto: © Kultur Jack

Der Impressionismus ist wahrscheinlich, zum heutigen Zeitpunkt, beim Publikum die beliebteste Stilrichtung der Malerei,
vermutet, Euer Kultur Jack.

Über den Autor

Kultur Jack

Vor längerer Zeit in Wien geboren, und bis heute mit der Ortswahl glücklich! Da man von kultureller Leidenschaft allein schwer leben kann, bin ich, im kaufmännischen Bereich, selbständig tätig. Meiner Meinung nach, sollte man geistige Genüsse, nach deren Entdeckung, teilen und weitergeben, damit so viele Menschen wie möglich davon berührt werden. Es liegt ja auch im Sinne des Künstlers, sonst würde er ja kein Buch drucken lassen, oder Bilder zur Schau stellen. Mehr über mich !

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  1. Kaiser Maximilian I

    März 25 @ 8:00 - November 3 @ 17:00
  2. Arik Brauer

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    Mai 31 @ 8:00 - Oktober 21 @ 18:00
  4. Vertigo Op-Art

    Mai 31 @ 8:00 - Oktober 26 @ 18:00
  5. Albrecht Dürer

    4. Oktober 2019 @ 8:00 - 6. Januar 2020 @ 17:00