Seite auswählen

200 jähriges Jubiläum zu Weihnachten

200 jähriges Jubiläum zu Weihnachten

Liebe Musikfreunde,
alle von euch kennen das berühmte Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, welches mittlerweile schon in über 300 Sprachen und Dialekte übersetzt wurde. Viele von euch werden morgen mit ihrer Familie am Heiligen Abend die paar Strophen singen, und die die nicht den ganzen Text können, probieren trotzdem es bis zum Ende zu bringen.
Aber wusstet ihr, dass dieses Lied schon 200 Jahre alt ist und ursprünglich aus dem Salzburger Land in Österreich kommt?

Die Geschichte, vor 200 Jahren
Blicken wir alle einmal ins Jahr 1818, wo ich euch Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber vorstelle. Die zwei Personen, die das Lied geschrieben haben!

Joseph wurde als uneheliches Kind im Jahr 1792 in der Stadt Salzburg geboren. Er war Sänger und Violinist in den Chören der Universität und des Benediktinerstiftes St.Peter. Er begann im Jahr 1811 mit Priesterseminaren, die er 1815 mit der Preisweihe abschloss. Seine erste offizielle Dienstelle war Mariapfarr im Lungau, wo er den Text zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ schrieb.

Franz wurde hingegen in Oberösterreich im Jahr 1787 geboren und schloss die Ausbildung zum Volksschullehrer ab. Er hatte keine glückliche Zeit mit seiner ersten Frau – sie verloren ihre zwei Kinder noch im Kindesalter. Wenig später, im Jahr 1825, verstarb seine erste Gattin. Gruber übernahm im Jahr 1816 den Organistendienst in der neu entstandenen Pfarre Oberndorf (siehe Beitragsbild). Dort traf er erstmals auf Joseph Mohr. Am Weihnachtstag des Jahres 1818 komponierte er die Melodie zum Gedicht von Mohr: „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ war entstanden!

Oberndorf bei Salzburg ist kleine Stadt, mit knapp 6.000 Einwohnern. Aber es ist eine Stadt, die Geschichte geschrieben hat, da dort zum ersten Mal das Lied „Stile Nacht! Heilige Nacht!“ aufgeführt wurde. Es ist genau 200 Jahre her. Daher ist das ein passender Anlass um einen Beitrag darüber zu verfassen. Nun, wie ist genau dieses Musikstück so berühmt geworden, immerhin sprechen wir von einem kleinen, eher unbekannten Ort?!?

Die Reise um die Welt
Alles ist natürlich auch mit ein wenig Glück verbunden. Es begann mit dem Orgelbauer Karl Mauracher, der sich öfter in Oberndorf aufhielt. Das Lied brachte er mit in seine Heimat. Dort nahmen es die dort ansässigen „Nationalsänger“ (nachweislich die Geschwister Strasser und die Geschwister Rainer) in ihr Repertoire auf. Beide Geschwisterpaare bestritten viele Tourneen Anfang des 19. Jahrhunderts. So erreichte das Lied Europa und Amerika.

Das Friedenslied
Im 20.Jahrhundert, während des Ersten Weltkriegs, brachte das musikalische Werk Frieden zwischen den zwei Fronten – Deutsche und Briten – in Belgien. Am Weihnachtsabend sang das Deutsche Militär das Lied und plötzlich begannen die Engländer mitzusingen. Das führte am Tag danach zu einem Waffenstillstand, nachdem ein deutscher Soldat die weiße Fahne schwenkte und dies von den englischen Soldaten erwidert wurde. Zur Feier des Weihnachtsfriedens wurde auf dem Schlachtfeld eine Partie Fußball gespielt. Bedauernswerterweise ging wenige Tage später der furchtbare Alltag wieder weiter.

Seit 2011 ist das Lied als nationales immaterielles UNESCO-Kulturerbe Österreichs anerkannt. Jedes Jahr zu Weihnachten singen geschätzte zweieinhalb Milliarden Menschen die Strophen zum wohl berühmtesten Weihnachtslied der Welt.

Frohe Weihnachten, liebe Kulturcheck Leser!
Eure Kultur Jacky

 

Über den Autor

Kultur Jacky

Kunst und Kultur sind nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch mein Beruf. Ich bin sehr interessiert an allem was Menschen bewegt: An der Musik die uns berührt, an schönen Bildern und Büchern, die mich zum Nachdenken bringen.Ich tauche in die Welt der schönen Momente ein und genieße sie jeden Tag. Mehr über mich

KULT-UHR: ANSTEHENDE VERANSTALTUNGEN

  1. Kaiser Maximilian I

    März 25 @ 8:00 - November 3 @ 17:00
  2. Arik Brauer

    Mai 31 @ 8:00 - Oktober 20 @ 18:00
  3. Olga Wisinger – Florian

    Mai 31 @ 8:00 - Oktober 21 @ 18:00
  4. Vertigo Op-Art

    Mai 31 @ 8:00 - Oktober 26 @ 18:00
  5. Albrecht Dürer

    4. Oktober 2019 @ 8:00 - 6. Januar 2020 @ 17:00