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Beethoven’s Haus

Beethoven’s Haus

„…(…) ich bin auf‘m Land, und lebe ein wenig faul, um aber herrnach wieder desto – thäthiger leben (…)“, Heiligenstadt, 14. Juli 1802

Hallo ihr Lieben,
Heute erzähle ich euch von einem der Wohnhäuser von Ludwig van Beethoven.
Ja, ganz genau, er hat nicht nur an einem Ort gewohnt.

Foto: Kultur Jacky

Was wissen wir genau über Beethoven? Pianist, Komponist, geboren in Bonn, er hat in Wien gelebt – wie die meisten bekannten Komponisten – und war taub…?!?! Das stimmt wohl alles, aber es gibt feine Details, die es zu beachten gilt.

Foto: Kultur Jacky

Als ich mit Kultur Jack an einem Montag über unsere neuen Entdeckungen sprach, habe ich ihn gefragt, ob er schon einmal im Wohnhaus von Beethoven im 19.Wiener Gemeindebezirk war? Seine Antwort lautete „Nein“. Und so wie das bei uns immer läuft, waren wir am folgenden Tag  am Weg zu unserer nächsten Kultur-Reise. Wir lieben solche spontanen Ausflüge, da wir diese immer mit einem guten Essen oder Kuchen abschließen.

Und so, ihr Lieben, fangen wir mal an. Kurz und knackig, aber dafür voller wertvoller Informationen.

Ja, Beetoven wurde in Bonn geboren (1770), aber verbrachte viel Zeit seines Lebens in Wien. Mit zarten 17 Jahren kam er zum ersten Mal nach Österreich, um bei Wolfgang Amadeus Mozart zu studieren. Ab 1792 verbrachte er den Rest seines Lebens in Wien.
Ludwid van Beethoven war nicht nur Klaviervirtuose, er war auch Organist, Bratschist und Komponist.

Er hatte, wie schon bekannt, Hörprobleme, die mit den Jahren immer schlechter wurden, bis sein Arzt im empfahl an einen Erholungsort zu ziehen. Durch diese Stressreduktion konnten seine Probleme zumindest gemildert bzw. verlangsamt werden.
Daher kam die Entscheidung für das Haus in der Probusgasse 6 im 19. Bezirk. Zu dieser Zeit war diese Region nicht Teil von Wien. Es war ein beliebter Kurort mit Bädern, wo sich viel Prominenz des Kulturlebens traf. Das war auch ein Grund, warum er dorthin übersiedelte. Trotzdem lag seine Wohnung nahe zu Wien, was im aufgrund seines Lebensstils wichtig war.

Foto: Kultur Jacky

Das Haus ist klein, aber sehenswert. Der kleine Hof, der zu den verschiedenen Räumen führt, ist sehr nett und hinterlässt das Gefühl, dass Ludwig van Beethoven sich dort wirklich wohlgefühlt hat – und genau diese Ruhe gefunden hat, die er gesucht hat. Es ist ein kleines Museum, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, aber trotzdem Minuten der Aufmerksamkeit verdient. Es gibt dort  viele Sachen zu entdecken, wie z.B. seine Hörgeräte (sogenannte Hörrohre), sein Klavier, Skizzen und noch viele weitere Objekte. Um jeden Raum zu entdecken, müssen wir immer durch den netten Innenhof gehen, um zu den anderen Räumen zu gelangen.

An diesem Ort entstanden die ersten Skizzen zur späteren „Eroica“ Symphonie, die wirklich beeindruckend ist. Diese hieß zuerst „Sinfonia grande, intitolata Bonaparte“ (benannt nach Napoleon). Aber als er erfuhr, dass Napoleon sich selbst zum französischen Kaiser gekrönt hatte, änderte er den Namen seiner Symphonie.

Als Beethoven nach Wien kam, gab es keine Konzertsäle, wie wir sie heute kennen. Die Konzerte fanden in Salons oder in Palais statt, wie beispielsweise das Palais des Fürsten Lubkowitz. Dort wurden auch die Proben und die Aufführungen (1804-1805) von „Eroica“ gemacht.

Im Haus schrieb Beethoven auch sein sogenanntes Testament an seine zerstrittenen Brüder, Johann und Kasper Karl. Es bezieht sich auf seine Verzweiflung wegen der  fortschreitenden Taubheit und mit der Bitte, dass sie sich vertragen. Die ersten zwei Drittel seines Briefes waren auf sein näheres Umfeld bezogen, um ihnen zu verstehen zu geben, dass er nicht „feindselig, störrisch oder misantropisch“ , wegen seiner Krankheit, sei.. Die Sätze waren an ebenjene gerichtet, da er sich oft von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlte.
Das Testament wurde im Laufe mehrerer Jahre geschrieben (bereits ab 1796) und erst 1827 beendet, versiegelt, aber nicht abgeschickt.

Und so ihr Lieben, hoffe ich, dass ich euch ein wenig neugierig gemacht habe, um ein Stück Kultur zu sehen. Der 19. Bezirk in Wien bietet nicht nur eine schöne Gegend mit grünen Flächen und Lokalen, sondern auch kleine Plätzchen, die darauf warten, entdeckt zu werden. Oder macht es einfach so wie Kultur Jack und ich ;): Zuerst das Museum besuchen und zum Abschluss ein gutes Essen im Garten von einem netten Lokal.

Eure Kultur Jacky

 

 

Über den Autor

Kultur Jacky

Kunst und Kultur sind nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch mein Beruf. Ich bin sehr interessiert an allem was Menschen bewegt: An der Musik die uns berührt, an schönen Bildern und Büchern, die mich zum Nachdenken bringen.Ich tauche in die Welt der schönen Momente ein und genieße sie jeden Tag. Mehr über mich

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