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Die Komponisten des Impressionismus II

Die Komponisten des Impressionismus II

Liebe Musikinteressierte,

kennt ihr Paul Dukas? Wenn nicht, dann ist die Zeit für einen Beitrag über diesen Komponisten des Impressionismus gekommen. Wir hatten schon Teil eins und da haben wir über die beiden Franzosen Claude Debussy und Maurice Ravel gesprochen. Und jetzt geht es weiter mit diesem Musiker.

Paul Dukas, das Wunderkind des 18.Jahrhundert, in Frankreich

Paul Dukas:
protrait – commons wikimedia

Ein Selbstkritiker, der sich oft selbst im Weg stand. Ein Wunderkind wurde er auch genannt, trotz der wenigen Kompositionen, die wir heute von ihm kennen. Ein großartiger Komponist, der Franzose Paul Dukas.
Geboren in Paris am 1.Oktober 1856, besuchte Paul mit seinen jungen 16 Jahren das Pariser Konservatorium und studierte dort Harmonielehre, Komposition und Klavier. Ein Ort, wo eine lange Freundschaft mit Claude Debussy ihren Anfang nahm. Noch in diesen jungen Jahren begann Dukas einige Stücke zu komponieren. Er war fleißig und sehr ehrgeizig, wobei er sich mit diesen Eigenschaften sehr oft selbst im Wege stand. Er hat sich vorgenommen den „Prix de Rome“ zu gewinnen, damals die höchste Auszeichnung für junge Komponisten. Paul versuchte sein Glück, mit seiner Kantate für Sopran, Tenor, Bass und Orchester, „Velleda“, voller Hoffnung den Preis zu gewinnen. Komponiert mit 23 Jahren, ein wunderschönes Stück, das leider nur für den zweiten Platz reichte.

Prélude:

Quelle: Les Siècles

Szene 1:

Quelle: Les Siècles

Szene 2:

Quelle: Les Siècles

Szene 3:

Quelle: Les Siècles

Er versuchte es ein Jahr später noch einmal, und dieses Mal erhielt er nur drei von neuen Stimmen, eine große Enttäuschung für den jungen Komponisten, was zu seinem Entschluss führte, das Konservatorium zu verlassen und Musikkritiker zu werden.

Dukas komponierte im Jahr 1897 seine bekannteste Komposition „Der Zauberlehrling“. Ein Orchesterwerk, als eine Vertonung der gleichnamigen Ballade von Johann Wolfgang von Goethe. Ein Stück, das vielleicht für die Fans von Harry Potter interessant ist, da es immerhin fast dasselbe Sujet enthielt, aber wohlgemerkt, viel früher geschrieben als die Romanreihe von Joanne Kathleen Rowling 😉 Die Musik schaffte es in den Disney Film „Micky Maus“. (Quelle: Márcio Rodrigues de Carvalho)

Im Jahr 1900 begann Paul Dukas wieder zu komponieren, und seine Karriere als Kritiker kehrte in den Hintergrund. In diesem Jahr schrieb er zwei seine wichtigsten Werke:

Die Klaviersonate in Es-Moll:

Quelle: Classical Music goturhjem2

und die Oper „Ariane et Barbe-Bleue“:

Quelle: Théâtre du Capitole

Diese, wie ihr hören konntet, wunderschöne Oper, war ein Erfolg! Sie schaffte es auf die großen Bühnen von Wien, Mailand, Brüssel, New York und Madrid.
Das Leben führte Dukas wieder in das Pariser Konservatorium, dieses Mal unterrichtete er dort Instrumentation und Komposition. Trotz seiner Erfolge führte er ein sehr bescheidenes und zurückhaltendes Leben in Paris. Im Jahr 1911 komponierte er sein letztes großes Werk: das Ballett „La Péri“.

Die Anerkennung als ein großer Komponist, und auch die Beliebtheit waren bereits gegeben, aber wie ich schon vorher erwähnte, sein Ehrgeiz stand ihm im Wege. Paul wollte das Publikum nicht enttäuschen und somit alles perfekt komponieren. Das alles übte auf ihn, ab 1913, einen großen Druck aus und so vollendete er seine nächsten Werke nicht, sondern, sogar viel schlimmer – er vernichtete sie alle! Und das führte somit dazu, dass, ein damals großer Komponist, Musikkritiker und Lehrer, heute „nur“ als der Schöpfer von „Der Zauberlehrling“ bekannt wurde.

Der musikalische Impressionismus, kennt eigentlich nur 4 Komponisten, und mit dem letzten dieser Vier, Ottorino Respighi, werden wir uns in einem der nächsten Beiträge beschäftigen.

Eure Kultur Jacky!

Beitragsbild: Klasse Komposition: membres lycos

Über den Autor

Kultur Jacky

Kunst und Kultur sind nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch mein Beruf. Ich bin sehr interessiert an allem was Menschen bewegt: An der Musik die uns berührt, an schönen Bildern und Büchern, die mich zum Nachdenken bringen.Ich tauche in die Welt der schönen Momente ein und genieße sie jeden Tag. Mehr über mich

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